Auswirkungen des Ausbruch des Tambora


Große Vulkanausbrüche schleudern häufig riesige Mengen an Staub und Gasen in die Atmosphäre und können damit zu einschneidenden klimatischen Veränderungen führen. Der Ausbruch des Tambora 1815 in Indonesien stellt dafür in jüngerer Geschichte das Paradebeispiel dar:

Neben den direkten  wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen kam es auch zu Auswirkungen auf die Kunst. In der Literatur ist die Entstehung des Horrorromans „Frankenstein“ eng verknüpft mit dem Jahr ohne Sommer.

Aber auch in der Malerei waren die Auswirkungen spürbar. Bestehende Forschung untersuchte bereits quantitativ die Auswirkungen von Vulkanausbrüchen auf die Farbwahl bei Sonnenuntergängen in der Malerei:

 Zerefos, C. S., et al. „Atmospheric effects of volcanic eruptions as seen by famous artists and depicted in their paintings.“ Atmospheric Chemistry and Physics 7.15 (2007): 4027-4042.

Der Ausbruch des Tambora läuft zwar dem Impressionismus ein halbes Jahrhundert voraus, aber seine Auswirkungen sind mittelbar durch den Einfluss William Turners auf den Impressionismus noch spürbar.

Lassen sich die von Zerefos et al. gemachten Beobachtungen im Artigo-Datenbestand verifizieren?

Eine erste explorative Untersuchung nach Tag-Frequenz zeigt bei Turner keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Motivwahl „Sonnenuntergang“ direkt nach dem Ausbruch des Tambora, allerdings eine rapide Zunahme wenige Jahre später:

 

ZUM ANALYTICS CENTER

Lässt sich die bei Zerefos beobachtete Zunahme des Rot/Grün-Verhältnisses anhand der groben Farb-Tags (mit all ihren Limitationen) in der Artigo-Datenbank bei Turner nachvollziehen?

 

ZUM ANALYTICS CENTER

 

 

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